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Reinke-Ödeme gehören zu den häufigen Stimmstörungen.

Stimmbandödem, Stimmlippenödem

Reinke-Ödeme sind Verdickungen der Stimmlippen mit einer Einlagerung einer gallertigen Substanz, meistens an beiden Stimmlippen. Durch die Verdickung schwingen die Stimmlippen bei der Stimmgebung langsamer und unregelmäßiger, was zu einem tiefen und rauen Stimmklang führt. Wenn die Stimmfunktion dadurch zu sehr gestört wird, ist eine operative Behandlung erforderlich. Reinke-Ödeme gehören zu den häufigen Stimmstörungen.

Besteht die Indikation zu einer Operation, dann wird diese meist in Vollnarkose durchgeführt. Bei großen beidseitigen Ödemen sind u.U. zwei oder mehr Eingriffe nötig. Nach einer fachgerecht durchgeführten Abtragung der Ödeme verbessern sich Atmung und Stimmgebung. Die Stimme klingt dann nicht mehr so rau und angestrengt. Sie wird meist etwas heller, aber der individuelle Stimmklang ändert sich in der Regel nicht wesentlich.

Als Alternative zur Operation in Vollnarkose kommt ein neues Verfahren mit einem photoangiolytischen Laser (KTP-Laser oder Blue Laser) in Frage, der in örtlicher Betäubung eingesetzt werden kann. Dieser Laser verödet die Gefäße innerhalb der Stimmlippe, sodass die Ödeme nach einigen Tagen „austrocknen“. Dazu sind meistens mehrere (wenige) solcher Laser-Operationen erforderlich. In der DEUTSCHEN STIMMKLINIK, wie auch in den USA, hat sich die KTP-Laser-Therapie fast schon als Routineverfahren bei der Behandlung des Reinke-Ödems durchgesetzt.

Reinke-Ödem
Reinke-Ödem
No smoking bei Reinke-Ödemen

Die Entstehung von Reinke-Ödemen ist nicht vollständig geklärt. Betroffen sind besonders häufig Frauen, die älter als 30 Jahre sind und rauchen. In der Regel sind Reinke-Ödeme nicht bösartig und es handelt sich auch nicht um eine Vorstufe zu einer bösartigen Veränderung. Sehr große Ödeme können auch den Kehlkopfeingang verengen und zu Atembeschwerden führen.

Ein Reinke-Ödem bildet sich nicht spontan zurück und wird durch Abwarten oder Stimmschonung nicht kleiner. Durch eine Stimmtherapie können allenfalls bessere Kompensationsmechanismen erarbeitet werden. Bei bestehendem Leidensdruck empfehlen wir primär eine Operation, weisen jedoch darauf hin, dass sich ein Ödem erneut bilden kann, insbesondere wenn keine Nikotinkarenz eingehalten wird.

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