Reduktion des Adamsapfels

Der Adamsapfel ist ein offensichtlich männliches Merkmal.

Adamsapfel, lateinisch Prominentia laryngea oder Pomum Adami, bezeichnet den bei Männern am oberen Ende der Schilddrüse deutlich hervorspringenden und tastbaren Abschnitt des Schildknorpels (Cartilago thyroidea) des Kehlkopfs.

Die Höhe oder Tiefe der Stimme hängt davon ab, wie stark der Kehlkopf während der Pubertät wächst. Die Vergrößerung des Kehlkopfes ist weiterhin eine Ursache für den Stimmbruch bei jungen Männern. Durch die Größenveränderung werden eben auch die Stimmbänder verlängert, werden dicker und infolgedessen wird die Stimme tiefer. Der vorspringende Teil des Schildknorpels ist jedoch an der Stimmgebung nicht beteiligt

Die Adamsapfel-Reduktion ist ein chirurgischer Eingriff an einem ausgeprägten Adamsapfel und ist nicht dazu gedacht, die Tonhöhe der Stimme zu verändern.
Das Verkleinern des Adamsapfels ist eine Operation, bei der ein Hautschnitt nötig ist. Sie dauert ca. eine Stunde und erfolgt ambulant in Vollnarkose. Zunächst wird überprüft, wie viel Knorpel aus dem Kehlkopf entfernt werden kann, ohne die Stimmbänder zu beschädigen. Diese liegen direkt unter des Adamsapfels. Während der Operation wird markiert, bis wohin genau der Knorpel entfernt werden soll.
Der Chirurg macht einen horizontalen Einschnitt wenige Zentimeter im Kinn/Halsbereich, wenn möglich, versteckt in einer Hautfalt. Von dort aus wird ein kleiner Tunnel angelegt, um den Schildknorpel zu erreichen. Der Schildknorpel, der den Adamsapfel formt, wird freigelegt. Dann werden die vertikalen Muskeln im Hals zur Seite geschoben, um den Knorpel freizulegen. Dann trägt der Chirurg den markantesten Teil der Kerbe und die Oberseite des V ab. Anschließend wird der überschüssige Anteil des Knorpels entfernt und somit der Adamsapfel verkleinert.

Adamsapfel

Die Bezeichnung Adamsapfel ist aus der biblischen Erzählung des „Sündenfalls“ abgeleitet. Da Adam die verbotene Frucht gegessen hat, haben alle Männer ein Zeichen dafür zu tragen.

Neben der Namensherkunft aus biblischen Erzählungen gibt es weiterhin die Erklärung, dass die Bezeichnung aus dem Hebräischen kommt. Dabei ist das althebräische Wort für „Schildknorpel“ das gleiche wie für „Apfel“. Die Bezeichnung „Adam“ steht im althebräischen für „Mann“.

Der Heilprozess nach der Operation

Wie nach jeder Operation treten Schwellungen des Kehlkopfbereiches auf, die mit abschwellenden Medikamenten und Kühlung behandelt werden können. Blutergüsse und Schwellungen sind häufig und variieren von Person zu Person. Die Schwellung lässt normalerweise innerhalb von 2 bis 14 Tagen nach. Der Arzt kann durch Einlage eines dünnen Drainageschlauches das überschüssige Sekret abführen.
Postoperativ kann kurzfristig ein Druckverband mit leichtem Druck angelegt werden um das Blutungsrisiko zu senken. Nach dem Verkleinern des Adamsapfels empfiehlt es sich, Sprechen und Schlucken etwas einzuschränken. Die mäßigen Schmerzen sind mit leichten bis mittelstarken Schmerzmittel gut in den Griff zu bekommen. Die Stimme kann vorübergehend etwas eingeschränkt sein. Die Fäden werden je nach Nahttechnik nach 7-14 Tagen gezogen. Wichtig ist postoperativ die Narbenpflege, um eine möglichst unauffällige Narbenheilung zu gewährleisten. Sie sollten die Haarepilation unmittelbar um den Einschnitt herum vermeiden, bis Ihr Chirurg empfiehlt, fortzufahren.

Die meisten Verfahren hinterlassen anfangs eine markante rote Narbe, die sich in den nächsten 1 bis 3 Monaten aufhellt. Ein Jahr nach dem Eingriff sollte nur eine schmale weiße Linie zu sehen sein.

Weitere Bezeichnungen:

  • Chondrolaryngoplastik

  • Kehlkopfverkleinerung

  • Kehlkopfreduktion

  • Trachealrasur

  • Larynxreduktionsplastik

  • adams apple reduction

  • tracheal shave

  • thyroid cartilage reduction (TCR)

  • chondrolaryngoplasty

Komplikationen

  • Schlechte kosmetische Ergebnisse / zu viel oder zu wenig Entformung und/oder ungleichmäßige Konturen.

  • Einige beklagen eine permanente Veränderung der Stimmqualität. Dies kann Schwäche, Absenkung der Tonhöhe, Heiserkeit und Erhöhung der Tonhöhe umfassen. Je mehr Knorpel entfernt wird, desto größer ist das Risiko.

  • Möglicherweise haben Sie vorübergehende Hautdellen entlang des Einschnitts.

  • Schmerzen und Schluckbeschwerden, die meistens durch Intubation während der Vollnarkose und nicht von der Operation selbst verursacht wurden.

  • Taubheit und Engegefühl im Gewebe.

Die o.g. Schilderungen sind Auszüge und ersetzen nicht das ausführliche Aufklärungsgespräch des Arztes

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