Prävention und Stimmtraining



Wie kann ich für eine gesunde Stimme vorsorgen?

Stimme und Stimmung gehören unmittelbar zusammen, d.h., man kann Gefühlszustände eines Menschen an seiner Stimme erkennen. Freude kann sich z.B. in einer gut modulierten, volltönenden Stimme äußern, Trauer hingegen in einer brüchigen, eher monotonen Stimme. Grundsätzlich ist alles für die Stimme gut, was dem Körper und der Seele wohltut.

Um die Schleimhäute der Stimmlippen funktionsfähig zu halten, sollten täglich 2–3 Liter nicht-koffeinhaltige und nicht-alkoholische Getränke zugeführt, Tabakwaren gemieden, Alkohol höchstens in Maßen zu sich genommen werden.

Verspannungen und Haltungsproblemen kann durch a) tägliche Bewegung (möglichst an frischer Luft), b) bestimmte Körpertherapien (Yoga, Feldenkrais, Eutonie, um nur einige zu nennen) vorgebeugt und bei bestehenden Problemen Abhilfe geschaffen werden. Spezielle Stimmübungen sind sinnvoll, um tägliche stimmliche Belastungen gut zu bewältigen. Der gesamte Körper wird dabei einbezogen, denn nicht nur der Tongenerator soll eingestimmt werden, sondern der gesamte Resonanzkörper.

Beispiele für Stimmübungen sind:
  • Sich dehnen, räkeln, gähnen
  • Leise summen in angenehmer Tonlage, "Lippenflattern" (b-l…), abseufzen, langsame runde Kaubewegungen durchführen mit gleichzeitigem Summen einfacher Melodien
  • Atemübungen (einatmen durch die Nase, ausatmen durch den Mund – mit und ohne Ton). Vorsicht: nicht dabei die Schultern heben

„DIE STIMME IST
VIEL GRÖSSER
ALS DIE VISUELLE
ERSCHEINUNG EINES
MENSCHEN.“
Rufus Beck (*1957), dt. Theater-,
Filmschauspieler u. Sprecher - Quelle:
Der Spiegel